Bestattungsarten: Schöne Idee für die letzte Ruhestätte

Wenn ein Mensch verstirbt, müssen sich die Hinterbliebenen in den meisten Fällen um ein Grab oder eine andere Ruhestätte kümmern. Einige entscheiden sich für einen Platz auf einem Friedhof. Es gibt aber noch andere Bestattungsarten, die in Deutschland erlaubt sind.

 

Verschiedene Bestattungsarten in Deutschland im Überblick

 

Neben der Erdbestattung gibt es in Deutschland noch weitere interessante Bestattungsoptionen. Vor allem eine Feuer- und Seebestattung findet regen Anklang und wird immer häufiger in Anspruch genommen. Doch worauf ist bei den einzelnen Bestattungsformen zu achten?

 

Erdbestattung

Rund 40 Prozent aller Verstorbenen finden ihre letzte Ruhe auf dem Friedhof. Die Beisetzung erfolgt in einem Sarg. Neben dem Verblichenen haben Familie, Freunde und Verwandte die Möglichkeit, dem Sarg einige Beigaben hinzuzufügen. Selbstverständlich dürfen Hinterbliebene den Sarg selbst sowie den Grabschmuck im Rahmen der Beerdigung frei wählen. Nach einigen Wochen kann das Grab mit einem Grabmal ergänzt werden. Wenn sich das Grab gesetzt hat, kann zudem eine Bepflanzung erfolgen.

 

Feuerbestattung

Bei einer Urnenbestattung wird der Verstorbene in einem Krematorium eingeäschert und die Asche in eine Urne befüllt. Urnengräber sind neben den klassischen Gräbern ebenso auf jedem Friedhof verfügbar. Es gibt die Möglichkeit neben einzelnen Gräbern die Urne in Sammelgräber oder in Urnenstelen unterzubringen. Bei den Stelen handelt es sich um Urnenkammern, die nicht in der Erde eingelassen sind. Die Kammern sind namentlich gekennzeichnet und dauerhaft verschlossen.

 

Waldbestattung

Die Wald- oder Baumbestattung zählt inzwischen zu einer der beliebtesten Bestattungsarten. Der Verstorbene findet seine letzte Ruhe in einem Wald. Hierfür gibt es besondere Friedwälder oder Ruheforste. Bei der Baumbestattung gelangen die Überreste der Verstorbenen zusätzlich ins Wurzelwerk des Baumes. Für beide Varianten ist die Urnenbestattung vorgesehen. Einige Friedhöfe lassen auch Sargbestattungen zu.

 

Seebestattung

In der Nord- und Ostsee sind Seebestattungen möglich. Sie kann im Beisein oder ohne Anwesenheit von Angehörigen erfolgen. Der Inhalt der Urne wird nach altem, seemännischem Brauch dem Meer übergeben. Anschließend können die Hinterbliebenen auf Wunsch Blumen ins Wasser streuen. Diese Art der Zeremonie erfolgt sehr würdevoll und ist vor allem für Verstorbene sinnvoll, die sich stark mit dem Meer verbunden gefühlt haben.

 

Hinweis: Eine Ascheverstreuung ist in einigen Bundesländern auch an Land möglich. Das Krematorium nutzt dazu spezielle Aschestreufelder. In Bremen ist es sogar erlaubt, die Asche im eigenen Garten zu verstreuen.

 

Beerdigung – eine Frage der Kosten

Viele Menschen informieren sich zunächst über die Kosten, bevor sie sich für eine Bestattungsform entscheiden. Erdbestattungen beginnen ab 3.000 Euro, während eine Feuerbestattung bei rund 6.000 Euro liegt. Seebestattungen kosten hingegen zwischen 3.000 Euro und 8.000 Euro. Etwaige Kosten für die Grabpflege fallen jedoch im späteren Verlauf weg.